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Workshop Spreeuferweg

Stand: 24.09.2025, 17:30 Uhr, aktualisiert mit Michael

Technische Information:

Hier der Cloudzugang zu den Unterlagen zum Workshopverfahren Spreeuferweg 2015 von KoSp

Titel, Datum, Ort:

Visionen und Wirklichkeit

10 Jahre zivilgesellschaftliches Engagement für den Spreeuferweg in Berlin-Mitte

Veranstaltungstag 16. November 2025 / 14 – 18 Uhr

Ort: Optionsraum 3, Spreefeld, Wilhelmine-Gemberg-Weg 14, 10179 Berlin

 

Nächste Schritte:

Dienstag, 14. Oktober 18:30 Vorbereitung des Workshops

Dienstag, 21. Oktober 18:30 Betroffenenvertretung: Vorstellung der noch umzusetzenden Maßnahmen durch KoSp und Stattbau

Beide Veranstaltungen finden im Dialog, Heinrich Heine-Straße 101 statt

 

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Mit viel Enthusiasmus und Engagement begann vor 10 Jahren ein Prozess des zivilgesellschaftlichen Engagements für den Spreeuferweg in Berlin Mitte. Ein kurzer Abschnitt dieses Weges, nämlich vom Wilhelmine-Gemberg-Weg bis zu Eisfabrik, ist von Stattbau im Auftrag des Bezirksamt 2022 – 2025 realisiert worden. Eigentlich soll der Weg vom Märkischen Museum bis zur Schillingbrücke reichen. Weitere Abschnitte sind in der Planung. Auf dem Workshop sollen in einem Realitätscheck die Wünsche und der Akteur: innen sowie die erarbeiteten Leitlinien mit den realisierten beziehungsweise noch zu realisierenden Maßnahmen gegenübergestellt werden. Ausgehend davon werden konkrete Handlungsoptionen für die Stellen entwickelt, an denen die Wünsche und Leitlinien der Akteur: innen mit von Stattbau im Auftrag des Bezirksamtes umgesetzten bzw. umzusetzenden Maßnahmen nicht übereinstimmen.

Die zeitnahe Auswertung wird aus Perspektive der Zivilgesellschaft notwendig, da das Sanierungsgebiet Ende 2026 ausläuft.

Hintergrund:

Der Spreeuferweg in Berlin Mitte ist eine zentrale Maßnahme im Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt. Zu dessen Umsetzung hat vor 10 Jahren ein umfangreiches Bürgerbeteiligungsverfahren durch das Bezirksamt Berlin Mitte mit sehr unterschiedlichen Formaten begonnen. Von Bedeutung war, dass es ein breites Engagement von Akteur: innen der Zivilgesellschaft gegeben hat und heute noch gibt. Dabei ist der Spreeuferweg nicht nur als eine lokale Maßnahme gesehen worden. Die Akteur: innen haben bei der Formulierung ihrer Wünsche und politischen Forderungen den anzulegenden Uferweg in den Kontext der Gesamtstadt gesetzt worden. So wird der Abschnitt des Spreeuferweges als Teil in die Übergeordnete Planung des Grünen Hauptweg Nr. 1 (Berliner Urstomtal) eingeordnet. Darüber hinaus wurde der Prozess als ein modellhaftes Verfahren gesehen. Die Ergebnisse des Workshopverfahrens sind in Leitlinien zusammengefasst und in einer Dokumentation veröffentlicht worden.

Sehr unterschiedliche Gründe führten dazu, dass nur ein Teilstück des Weges vom Wilhelmine-Gemberg-Weg bis zur Schillingbrücke provisorisch umgesetzt werden konnte. Die Einweihung soll im März 2026 erfolgen. Weitere Abschnitte sind in der Planung.

 

Ziele des Workshops:

Mit dem Workshop sollen die erarbeiteten Leitlinien und Forderungen der Akteur: innen in einen Abgleich mit den umgesetzten und noch zu realisierenden Maßnahmen gesetzt werden.

Es soll überprüft werden ob und wie die Leitlinien eine Umsetzung gefunden haben und ob die Leitlinien bei den noch geplanten Maßnahmen eine Umsetzung finden. Im Hinblick auf andere partizipative Prozesse soll eine Analyse stattfinden, woran die Umsetzung bestimmter Leitlinien gescheitert sein könnte. Dies soll das Handeln aller am Prozess beteiligter Akteur: innen umfassen.

Eine weitere Frage wird es sein, inwieweit in der Zukunft andere Institutionen und Förderstrukturen für die Umsetzung noch fehlender oder fehlgeleiteter Maßnahmen aktiviert werden können. Hierfür sollen von dem Workshop konkrete Schritte angestoßen werden.

 

Umsetzung des Workshops:

1. Eröffnung: im Optionsraum

2. Anlass und Ziele

3. Einführungsvortrag 

historischer Überblickhistorischer Überblick über wesentliche Schritte der Entwicklung des Spreeufer Weges von 2014 bis heute, Eberhard Elfert

4. Wünsche: Kurzvorträge im Optionsraum

Darstellung zentraler Themenfelder und der damit verbundenen konkreten Forderungen und Leitlinien.  Vorstellung aus der Perspektive von Akteur: innen der Zivilgesellschaft und Vertreter:innen von Organisationen (u.a. Bürgerverein Luisenstadt, Teepeeland, Spreeacker, Stadtmuseum Berlin) sowie Kurzvorträge über Ergebnissen aus den Gutachten (z.B. Denkmalgutachten zu erhaltenen Elementen der Berliner Mauer vom Büro West/Expertengespräch zur Geschichte)

Bestandsaufnahme: Kurzvorträge: Was ist aktuell realisiert worden Was wird noch realisiert? KoSp, Stattbau. (Zur Weiterarbeit legen rechtzeitig vor dem Workshop KoSp und Stattbau eine kurze kompakte Darstellung der Maßnahmen in einem Handout in Din A 4 Format vor.)

5. Realitätscheck / Rundgang:

Überprüfung der Ergebnisse am realisierten Abschnitt des provisorischen Spreeuferweges zwischen Wilhelmine-Gemberg-Weg und Eisfabrik. Akteure:innen der Zivilgesellschaft und Vertreter von Organisationen überprüfen am Objekt ob ihre Wünsche und Forderungen, sowie die Leitlinien Umsetzung gefunden haben. Sowie Vortrag von eingeholten aktuellen Stellungnahmen von Gutachtern u.a. Bereich Clubkultur, Berliner Mauer.

5. Visionen und Wirklichkeit / Diskussion im Optionsraum:

Fragen:

  • Welche Wünsche, Forderungen und Leitlinien wurden realisiert?
  • Welche Wünsche, Forderungen und Leitlinien wurden nicht realisiert?
  • Worin werden die Gründe für ein Scheitern der Umstzung bestimmter Leitlinien, Teile von Leitlinien gesehen?
  • Welche Schritte sind zu gehen, um die Leitlinien dennoch umzusetzen?

6. Auswertung

  • Resümee
  • Vereinbarungen für die Weiterarbeit
  • Festlegung vom Maßnahmen Zuständigkeiten und Erstellen eines Zeitplans

Zitate aus den Leitlinien

Das wesentliche Dokument, in dem der Verlauf und die Ergebnisse dargestellt sind ist „Spreeuferentwicklung Nördliche Luisenstadt Dokumentation des Workshopverfahrens 2015“ Link: Hier (nicht im Downloadbereich von KoSp)

unten stehen einige ausgewählte Zitat

 

  1. Spreeufer für Alle

Langfristig wird daher auch das Ziel verfolgt, die Waisenbrücke wieder zu errichten, um das Umfeld des Märkischen Museums dauerhaft zu beleben und eine bessere Anbindung an die Mitte Berlins herzustellen. Von der Aufwertung und Neugestaltung des Spreeufers sollen nicht nur die Bewohner der Luisenstadt, sondern auch die Nutzer und Akteure vor Ort, Besucher und Touristen profitieren – das zentrale Leitmotiv lautet daher: „Spreeufer für Alle“.

  1. Erschließung und Uferwege

Das Spreeufer soll vorrangig für Fußgänger erschlossen werden, zum Spazieren, Bewegen, Verweilen und Kommunizieren. Im Interesse der Fußgänger und Radfahrer so weit wie möglich verkehrsberuhigt werden. Als ein Planungsschwerpunkt wurde der Märkischer Platz das Märkisches Ufer gesehen.

  1. Aufenthalt, Begrünung und Flusserlebnis

Das Spreeufer soll nicht nur der Bewegung dienen, sondern zugleich zum Verweilen, Begegnen, Erholen und Erleben genutzt werden. (..)Das Spreeufer mit einer teilweisen Begrünung zu versehen. Pflegeintensive Grüngestaltungen oder Gartenprojekte sind nur dann realisierbar, wenn Initiativen und Akteure vor Ort den Unterhalt und die Pflege im Rahmen von langfristigen Pflegeverträgen übernehmen. Dazu haben einige Akteure bereits Bereitschaft bekundet, die im weiteren Verfahren aufzugreifen und zu konkretisieren sind.(…) Als prägender öffentlicher Raum in der Luisenstadt ist die Spree auf differenzierte Weise in die Nutzung und Gestaltung der Uferzonen einzubeziehen (…)  Zur Gestaltung des Flusserlebnisses sollten u. a. Einblicke und Ausblicke auf die Spree und die Stadtlandschaft ermöglicht werden (z. B. Aussichtspunkte). Der (meist auch höhenmäßige) Übergang von dem eigentlichen Weg zum Wasser muss (und kann) situationsbedingt unterschiedlich gestaltet werden (Böschungen unterschiedlicher Neigung, „abgetreppte“ Böschungen, Stufen, Uferwände, Stützmauern etc.). Dabei sind Veränderungen der Uferwände grundsätzlich möglich, nicht jedoch die Anlage von wasserseitigen Einbauten (z. B. Stege).

  1. Orte für Aktionen und optionale Nutzungen

Am Spreeufer sind bereits heute verschiedene Initiativen und Akteure tätig, die das Spreeufer nutzen, gestalten und für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Zur Belebung des Spreeufers und zur Förderung gemeinschaftlicher Aktivitäten sollen am Spreeufer auch künftig Flächen ausgewiesen werden, die einer „Bespielung“ durch Initiativen und Akteure vor Ort zur Verfügung stehen.

Empfehlungen zur Gestaltung / Umsetzung: Im Wettbewerb sollen geeignete Orte für „Aktions- und Optionsflächen“ aufgezeigt, abgegrenzt und in ein Gesamtkonzept integriert werden. Diese Flächen sind beispiel-haft im Sinne der zugedachten Zweckbestimmung auszugestalten. Dabei sollen konkrete Nutzungsinteressen, u. a. Veranstaltungsfläche Hausgenossenschaft RS20 / c-base e.V., Gemeinschaftsgarten/Obstbaumgarten (Spreeacker e.V.), Kultur- und Lebensraum Teepeeland, Kulturflöße SPREE:PUBLIK / kulturfluss e.V. geprüft und ggf. berücksichtigt sowie Vorschläge vergleichbarer Nutzungsangebote gemacht werden.

  1. Geschichte am Spreeufer erkennen und erleben

Gewünscht sind die Integration historischer Elemente und entsprechender Erläuterungen, ohne dass das Spreeufer von Erinnerungszeichen überlagert wird. Präferiert wird die multimediale Erfahrung von Geschichte an mehreren authentischen Orten am Ufer.

Dazu liegt ein im Workshopverfahren entwickelter Vorschlag zu thematisch gegliederten und räumlich verorteten „Geschichtsinseln“ vor, der in der Wettbewerbsauslobung berücksichtigt werden sollte. Die konkrete Ausgestaltung dieser „Geschichtsinseln“ ist im Rahmen eines Geschichtsvermittlungskonzepts zu entwickeln, welches parallel zum Wettbewerb erarbeitet werden soll. Hier geht es um die Formulierung konkreter Inhalte, die Gestaltung geeigneter Informations- und Leitsysteme (Medien / Installationen / Anlagen) und die Klärung von Trägerschaften. Ggf. könnten hier auch Möglichkeiten für wechselnde und temporäre Formen der Präsentation geprüft und konkretisiert werden.

Auf der Grundlage eines zu erarbeitenden Erhaltungskonzepts sollen die überlieferten und unter Denkmalschutz stehenden Elemente der Mauer (Hinterlandsmauer, Vorfeld-beleuchtung, Metallzaun, Postenweg, Bootshaus / Bootsanleger) erhalten, in die Ufer-gestaltung integriert und vor Ort erläutert werden.

Chronologie

2010 Gründung der Initiative Eisfabrik (Peter Swoch)

2012 Gründung Spreefeld Genossenschaft,

2012 Erhalt Bootshaus/Bootsunker

2012 Gründung Teepeeland

Sommer 2014 Vorgezogene Bürgerbeteiligung B-Plan Verfahren (Spreeuferweg)

  1. August 2014 Proteste gegen Durchbruch der Hinterlandsicherungsmauer; Link Artikel: Taz

2014 Gründung der Initiative Spreeacker eV

Nov 2014 Ausstellung Erinnerungsräume Mauer und Clubkultur (elfkonzept) Link zur Ausstellung nicht im Downloadbereich von KoSp

Dez 2014 Tagung des Ausschusses für Stadtentwicklung Bootshaus/Bootsbunker

Jan. 2015 Workshop, Der Spreeuferweg braucht Deine Visionen, Link zur ausführlichen Dokumentation, nicht im Downloadbereich von KoSp

Jan. 2015 Unterschutzstellung der erhaltenen Elemente der Mauer als Ensemble in einer länge von 200 Metern

Juni 2015 Workshop Spreeuferweg Teil 1

Sep. 2015 Expertengespräch Einbindung Geschichte Spreeuferweg (elfkonzept) im Downloadbereich von KoSp

2016/2017 Konzept der Geschichtsinseln (elfkonzept) im Downloadbereich von KoSp

2017/2018 Denkmalgutachten Elemente Berliner Mauer (Büro West) Link zum Gutachten nicht im Downloadbereich von KoSp

2020/2021 Konzept provisorischer Spreeuferweg

2022/2025 Realisierung provisorischer Spreeuferweg

Flyer

Flyer Entwurf zu Versenden sowie für sozial-media

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